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Bienenwiese

 

Heilkräuter für Mensch und Bienen

Viele Naturschutzverbände bieten inzwischen im Internet Listen der für Bienen geeigneten Trachtpflanzen an, also Pflanzen, die viel Nektar oder Pollen bereitstellen. Dabei fällt eine weitgehende Übereinstimmung mit altbewährten Heilkräutern aus der Volksmedizin auf: Eibisch, Herzgespann, Schafgarbe, Spitzwegerich, Braunelle, Beinwell, Barbarakraut, Weißer Senf, Steinklee, Zitronenmelisse, um nur ein paar zu nennen. Wenn man diese im Garten kultiviert, tut man nicht nur den Bienen Gutes, sondern kann auch das eigene Wohlergehen verbessern, indem sie frisch oder getrocknet als Tee genossen oder anderweitig verwendet werden. Ohne den fachkundigen Rat von geprüften Experten für Pflanzenheilkunde sollte man jedoch nicht experimentieren, denn es gibt auch hochgiftige Kräuter, die nicht den Bienen, wohl aber dem Menschen schaden! Als Beispiel sei der Eisenhut genannt. Hat man eine unbedenkliche Auswahl getroffen, stellt sich die Frage nach dem Standort und dem praktischen Vorgehen.

 

Wie legt man eine Bienenwiese im Garten an?

 

Freilandaussaaten sind heikel. Im kalten Frühjahr ist die Keimung verzögert und kennt man die Pflanzen nicht genau, kann man sie nicht von den gleichzeitig auflaufenden Wildkräutern unterscheiden. Außerdem werden junge Keimlinge eher von Schnecken gefressen als später die größeren Pflanzen.

Bewährt hat es sich daher, die Jungpflanzen im Haus vorzuziehen oder zu kaufen. Das Beet sollte gut vorbereitet sein, Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke oder Winde machen einem sonst das Leben sehr schwer. Gepflanzt wird in Reihen im Abstand von 30 Zentimetern mit 50 bis 60 Zentimetern Zwischenraum zur nächsten Reihe. Das ermöglicht  die notwendige Bodenbearbeitung im ersten Jahr, damit die Kräuterstauden unbedrängt von anderen Pflanzen heranwachsen können. Schon in der nächsten Gartensaison kann man die Spontanvegetation, sofern es sich um Blühpflanzen und nicht um Gräser handelt, zwischen den Reihen wachsen lassen und hält nur den Bereich direkt um die Kräuterstaude von Wildwuchs frei. Im ersten Jahr ist der Arbeitsaufwand am größten, danach hat man aber eine dauerhafte Blühwiese, die nur noch wenig Pflegeaufwand braucht.Für die Honigbienen ist die abwechslungsreiche Kräutertracht viel wertvoller als Kulturen aus wenigen Pflanzenarten. Sie brauchen allerdings eine größere Menge an Blüten einer Pflanzenart, sonst finden sie nicht in den Garten. Die Spontanvegetation ist von besonderem Nutzen, weil sie genau jene Pflanzen hervorbringt, auf die die Hummeln vor Ort und vor allem bestimmte hoch spezialisierte Wildbienenarten bereits eingestellt sind.


Der zweijährige Muskateller-Salbei gut für Biene und Mensch

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