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Bienenwiese

 

Veredelung 1.Kalenderwoche 697

 

Die Reiser der Edelsorte, die man aufpropfen will, sollten von einem gut im Ertrag stehenden Baum stammen. Hier schneidet man sie bevorzugt an der Südseite des Baumes im oberen Kronenbereich. Es kommen nur die einjährigen Triebe für die Veredelung in Betracht, also die, die im letzten Jahr gewachsen sind. Man darf keine Wasserreiser schneiden, Triebe, die sich nach einem stärkeren Rückschnitt im Vorjahr entwickelt haben und die besenartig in größerer Anzahl steil nach oben wachsen. Bei ihnen sind die Abstände zwischen den Knospen zu groß.

 

Sind die Reiser geschnitten, werden sie der Länge nach in einer Grube in einem Sandbett eingeschlagen. Möglichst so tief, dass sie frostfrei lagern können. Es sei denn man kann sie in einen kalten Keller legen, wo man sie in feuchtem Sand lagert. Es ist sehr wichtig, dass man die Edelreiser sorgfältig eingräbt, der hauptsächliche Faktor beim Misslingen der Veredelung sind zu trockene Reiser. Auch wenn der Boden zugefroren ist, wenn man die Edelreiser geschnitten hat, muss man sich die Mühe machen ihn aufzuhacken.

Siehe auch: Edelreiser 331

 

Wildverbiss 1. Kalenderwoche 273


Jüngere Obstbäume sind im Winter stark durch Wildverbiss gefährdet. Ein einfacher Gartenzaun bietet in den seltensten Fällen einen sicheren Schutz vor den im ganzen Stadtgebiet verbreiteten Wildkaninchen. Wildschutzspiralen sind in Gartenfachgeschäften erhältlich, Tannenreisig, mit Hilfe von Bindedraht rings um den Stamm gelegt, ist ebenfalls wirksam, muss aber im späten Frühjahr entfernt werden. Mit Hilfe von organischen Düngern wie Blut- oder Knochenmehl, deren Geruch die Wildtiere verscheucht, lassen sich die Jungbäume sowie Stauden oder Zwergsträucher, die auch im Winter einige Blätter behalten, wie zum Beispiel Schleifenblumen, Nelken oder die Schneeheide, ebenfalls schützen. In niederschlagsreichen Zeiten, in denen der Dünger rasch in tiefere Bodenschichten geschwemmt wird, empfiehlt sich solche Anwendung nicht. Eine Überdüngung der Erde und Auswaschungen bis ins Grundwassers sind zu befürchten.

 

Haselnuss 1. Kalenderwoche 431


Bei allen fruchttragenden Haselnusssträuchern wird regelmäßig ein großer Teil der Bodentriebe entfernt. Ähnlich wie beim Beerenobst, belässt man nur ein Gerüst aus 10 - 12 kräftigen Ruten. Ansonsten wird der Busch im Inneren so dicht, dass nur noch die äußeren Zweige Früchte tragen können. Ein Haselnussstrauch verträgt selbst einen radikalen Rückschnitt sehr gut.

Siehe auch: Haselnuss 285

 

 

Krankheiten der Apfelbäume 1. Kalenderwoche 275


Krebsartige Wucherungen, die an den Zweigen von Apfelbäumen auftreten, sollten sofort entfernt werden, da sie sonst ganze Astpartien zum Absterben bringen können. Man unterscheidet zwischen dem offenen und dem geschlossenen Obstbaumkrebs, die als Folge einer Infektion mit einem Schadpilz auftreten. Damit die Krankheitserreger nicht auf gesunde Teile des Baumes übertragen werden, müssen Säge, Messer und Schere nach dem Schnitt gründlich gesäubert werden. Eine Wundbehandlung mit Baumwachs ist bei allen bei größeren Wunden zu empfehlen. In den meisten Fällen deutet der Befall jedoch auf Fehler bei der Düngung hin. Die einseitige Überdüngung mit zu viel Stickstoff, aber auch eine allgemeine Unterernährung des Baumes, begünstigt die Ausbreitung des Krebses bei allen anspruchsvolleren Edelsorten.

Siehe auch: Obstbaum-Krebs 217; 334


Wildtriebe 5. Kalenderwoche 272


Wildtriebe, die bei Obstbäumen am Wurzelhals oder auch im weiteren Bereich der Baumscheibe aus der Unterlage austreiben, sollte man in Bodenhöhe entfernen. Können sie sich ungestört entwickeln, beeinträchtigen sie nach einiger Zeit das Wachstum der Mutterpflanze ganz erheblich. Die Neubildung der Wurzelschösslinge wird erschwert, wenn der Schnitt glatt und ansatzlos direkt am Wurzelhals ausgeführt wird.

Siehe auch: Wildtriebe 491; 526

 


Beerenobst 5. Kalenderwoche 49

Ältere Beerensträucher tragen deutlich besser, wenn sie regelmäßig ausgelichtet und verjüngt werden. Bei den Buschformen lässt man nur etwa 8 - 10 der kräftigsten Triebe stehen, die das Grundgerüst des Strauches bilden. Die meist zahlreichen unverzweigten letztjährigen Triebe, werden direkt am Wurzelansatz weggeschnitten. Nur die zwei stärksten lässt man als neue Fruchtruten für die kommenden Jahre stehen. Die Kronen der Hochstämmchen werden ähnlich formiert, zusätzlich muss man noch darauf achten, dass sich die Zweige nicht zu sehr in die Breite entwickeln, da sie sonst an der Veredelungsstelle leicht auseinanderbrechen können. Eine Schubkarre voll Komposterde für jeden Beerenbusch regt die Sträucher zu neuem Wuchs an und sorgt für besseren Ertrag.

Johannisbeere vor dem Schnitt

Johannisbeere nach Schnitt und Düngung

Stammanstrich 5. Kalenderwoche 277


Im Februar kommt es häufig zu sehr kalten Frostnächten, bei gleichzeitig sonnigen Tagen. Ein Stammanstrich auf der Basis von Tonmineralien und Heilkräutern kann bei solchen Witterungsverhältnissen dem zu frühen Austreiben und auch Frostrissen der Obstbäume vorbeugen, da die helle Farbe die Sonne reflektiert. Vor dem Auftragen werden lose Rindenborken abgekratzt. Neben dem Schutzeffekt, erhöht man gleichzeitig die Elastizität der Rinde, erhält selbst bei älteren Bäumen eine glatte Stammoberfläche und beugt damit dem Schädlingsbefall vor. Im Handel sind verschiedene Präparate vorrätig, man kann sich einen ähnlich wirksamen Stammanstrich allerdings auch selber herstellen, indem man Tonmehl (Bentonit) und getrockneten Rinderdung zu gleichen Teilen mischt und mit Wasser anrühert. Kalkanstriche, wie man sie früher häufig verwendete, haben den großen Nachteil, daß sie die Poren in der Rinde verkleben und die Atmung des Baumes beeinträchtigen.


Baumscheibe 5. Kalenderwoche 276


Eine großzügige Baumscheibe ist für alle schwachwüchsigen Obstbäume zu empfehlen, denn fast 60% der Nährstoffe und des Niederschlages werden von einer Grasnarbe unter den Bäumen aufgebraucht. Hacken sollte man wegen der oberflächennahen Faserwurzeln möglichst nicht, nachdem die Rasensoden herausgestochen sind, deckt man den Bereich um den Stamm herum mit gut verrottetem Kompost und einer Schicht Rindenmulch ab. Hochstämmige, starkwüchsige Bäume haben ein Wurzelwerk, das wesentlich besser ausgebildet ist und in größere Tiefen reicht und kommen auch ohne Baumscheibe zurecht.

Siehe auch: Baumscheibe 287; 293

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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